Was "kostet" der Rechtsanwalt?

Sprechen Sie die Gebührenfrage gerne schon bei der ersten Kontaktaufnahme an. Für uns gehört dieses Gespräch zur notwendigen Transparenz dazu.

Grundsätzlich findet das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) Anwendung. Die außergerichtliche Vertretung wird dabei grds. mit einer Geschäftsgebühr abgegolten, deren Satz nach Schwierigkeit und Umfang der Tätigkeit variabel sein kann. Der Mittelwert liegt regelmäßig bei 1,3 in einem Gesamtrahmen von 0,3 bis 2,5.

In Gerichtsverfahren fallen die Verfahrensgebühr (i.d.R. 1,3) und ggf. auch eine Terminsgebühr (1,2) an. Die Höhe der Vergütung wird dabei regelmäßig von dem sog. Streitwert bestimmt, den in Rechtsstreitigkeiten die Gerichte festlegen.

Nach vorheriger Vereinbarung sind auch Vergütungsvereinbarungen (z.B. Stundensatz) zwischen Anwalt und Mandant möglich.

Im Falle einer nur außergerichtlichen Beratung ohne Kontakt zu der Gegenseite sollen Anwälte und Mandanten nach dem Willen des Gesetzgebers Gebührenvereinbarungen treffen. Sie sehen: Die Gebührenfrage gehört für den Anwalt zur guten Beratung dazu. Auch, damit Sie kein "blaues Wunder" erleben und rundum informiert sind.

Im Falle knapper finanzieller Verhältnisse oder einer nicht vorhandenen Rechtsschutzversicherung besteht die Möglichkeit auf die Beantragung von Beratungshilfe (außergerichtlich), Verfahrenkostenhilfe (in Familiensachen) oder Prozesskostenhilfe (sonstige gerichtliche Verfahren). Für Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ist dies aber nicht möglich (ggf. Pflichtverteidigung). Solche Anträge müssen allerdings regelmäßig frühzeitig gestellt und können nicht nachträglich eingereicht werden. Sprechen Sie uns daher auch gerne auf diese Möglichkeiten an, damit wir Sie bei Bedarf weitergehend informieren können.